Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen

Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierende Studien Donnerstag wöchentlich
14:00 – 16:00 Uhr
Erster Termin 10.04.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Anknüpfend an unsere Untersuchungen im vorangegangenen Semester zum Begriff des Experiments oder des Experimentellen in Kunst und Wissenschaft, werden wir uns der Entwicklung und Durchführung eigener Experimente widmen. Dabei können sowohl eigene Projektideen als auch Erfahrungen aus den Workshops als Ausgangspunkte dienen.
„Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen“ lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf den Prozess, d.h. die Entwicklung eines Projektes aus einer Idee. Die gängigen Praktiken in Kunst und Wissenschaft mögen sich unterscheiden – für beide gemeinsam steht am Anfang eine Frage an die Welt.
Die heute in vielen Bereichen grenzüberschreitenden Praktiken spielen dabei nicht nur in Kunst und Wissenschaft eine bedeutende Rolle. Dem Soziologen Bruno Latour zufolge bewegen wir uns in einer Experimentalgesellschaft, in der die Grenzen zwischen Labor und Feldforschung zusehends verschwinden.
Ergänzend zu den praktischen Versuchen und den Kolloquien werden wir uns anhand historischer Beispiele aus Wissenschaft und Kunst aktuellen Experimenten nähern, in denen sich die Welt als Labor wiederfindet, zwischen sozialwissenschaftlichem Experiment und Performance, Tierversuch und Interspecies Collaboration, Genetic Engineering und Biohacking.

Gäste:
Verena Friedrich, Künstlerin, Köln
Sunjha Kim, Künstlerin, Köln
Evelina Rajca, Künstlerin, Den Haag/Köln
Ludwig Zeller, Institut für Visuelle Kommunikation, Basel