I´m an Artist and I want to be involved II

Fachseminar
WS 2010/11
Donnerstag, 14.00h – 17.00 Uhr

Levine_still

Les Levine, I am an artist, I don’t wanna be involved (Videostill)

Seit Beginn der Moderne steht die kritische Untersuchung der Rahmenbedingungen des eigenen Schaffens für viele KünstlerInnen im Mittelpunkt desselben. Als Les Levine 1979 in einer Videoperformance sein „I am an Artist, I don’t wanna be involved“ New Yorker Passanten an den Kopf schleuderte, hatte er die Grenze zwischen der reinen Kunst und allem Anderen (sei es Anthropologie, Biologie, Psychologie oder der soziale Raum) längst überschritten. Die Umkehr seines Statements soll uns dazu dienen, Formen des Involviertseins von heute aus zu betrachten, zu einem Zeitpunkt, an dem die vielbeschworene Transdiziplinarität Common Sense geworden zu sein scheint.
Im Seminar geht es um KünstlerInnen, die sich nichtsdestoweniger auf das Experimentieren in Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft einlassen. Wesentlich ist das Interesse, über die Grenze der eigenen Disziplin hinweg in und durch andere Systeme zu greifen. Die Reflexion der eigenen Rolle im Experiment – ob Dr. Jekyll oder Mr. Hide, Participant Observer oder distanzierte Konstrukteurin von Versuchsanordnungen, führt uns weiter zur Frage nach den Differenzen in den Methoden (zwischen Analyse und Exstase) und den damit verbundenen Konstruktionen von Wirklichkeit.

Gäste u.a.:
Bankleer, Karin Käsböck und Christoph Leitner, Künstlerduo, Berlin
Merlin Bauer, Künstler, Köln
Ursula Damm, Künstlerin, Berlin