Kategorie-Archiv: SS 2015

TIERE, MENSCHEN, MASCHINEN II – TIERE ALS AKTEURE

Brown_Dog_statue,_Battersea,_London

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joseph Withehead, 1906-1910, Battersea (London)

Fachseminar Hauptstudium

Dienstag 11:00 – 13:00
Erster Termin 07.04.2015
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Himmlische Enzyklopädie des gültigen Wissens: Tiergruppierungen

a) Tiere, die dem Kaiser gehören

b) einbalsamierte Tiere

c) gezähmte Tiere

d) Milchschweine

e) Sirenen

f) Fabeltiere

g) herrenlose HUnde

h) indiese Gruppierunggehörige

i) die sich wie Tolle gebärden

j) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind

k) undsoweiter,

l) die den Wasserkrug zerbrochen haben,

m) die von weitem wie Fliegen aussehen(*)

Als Fortsetzung des Seminars aus dem Wintersemester versteht sich die Veranstaltung als Rahmen, in dem kritisch-diskursive Arbeiten konzipiert, diskutiert und umgesetzt werden. In der Ausstellungsreihe „we, animals“ des Berliner Projektraums Meinblau sollen die Werke dann zusammengeführt werden.

Gäste
? AnneHölck,SzenografinundKünstlerin,Berlin Literaturempfehlungen

  • ?  WillKymlicka,SueDonaldson,Zoopolis
  • ?  DonnaHaraway,CompanionSpeciesManifesto
  • ?  JacquesDerrida,DasTier,dasichalsobin
  • ?  ChimairaAK,Human-AnimalStudies.Überdiegesellschaftliche
    Natur von Mensch-Tier-Verhältnissen

 

* aus „Emporio celestial de conocimientos benevolent“ eine fiktive Taxonomie der Tiere, beschrieben von Jorge Luis Borges in „El idioma analítico de John Wilkins“, 1942

 

INSTALLATION – TO ENTER THE WORK

lia

 LIA, Filament Sculptures, between February and March 2014

 

Grundlagenseminar Material/Skulptur/Code Montag wöchentlich 14:00 – 17:00

Erster Termin 13.04.2015
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Künstlerische Installationen handeln von den Beziehungen zwischen Objekten, Klängen und Projektionen. Sie sind Teil einer lebendigen Aufführungspraxis, in der Künstler_innen und Betrachter_innen den Raum immer wieder neu erfahren und konstruieren. Die Installation als Mittelpunkt und Quelle dieser Transformationsprozesse ist Herausforderung und Angebot zugleich: In ihrer Konfiguration weist sie eine Vielzahl von künstlerischen Techniken und Strategien auf, in ihrer Form ist sie ein komplexes sensorielles Angebot an die Betrachter_innen.

In diesem Seminar experimentieren wir mit Materialien, Projektionen, Klängen und Objekten, ebenso wie mit Größenverhältnissen, Laut- und Lichtstärken. Der Begriff Installation wird vor dem Hintergrund einer multidisziplinären künstlerischen Praxis diskutiert, in der sowohl die unterschiedlichen Techniken besprochen werden als auch charakteristische Wahrnehmungsmerkmale – wie beispielsweise der Begriff

der Immersion – benannt und analysiert werden sollen.
Den Rahmen hierfür bildet der Transmediale Raum, der den Studierenden im Seminar für ihre Experimente zur Verfügung steht. Parallel zur Praxis diskutieren wir die Arbeiten der Studierenden und zeitgenössischer Künstler_innen.

Themen: Der Relationale Raum/Die Installation als Versuchsaufbau/Partizipation und die Rolle der Betrachter_ innen / Teilnehmer_innen / Projektionen auf unterschiedliche Materialien (Mapping) / Immersion, Environments, Cave-Systeme

Exkursion: Künstlerräume im K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf