Kategorie-Archiv: SS 2014

Installation – To enter the work

Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris 1938

Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris 1938

Grundlagenseminar Raum/Licht/Inszenierung Mittwoch wöchentlich 10:00 – 13:00
Erster Termin 09.04.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Künstlerische Installationen handeln von den Beziehungen zwischen Objekten, Klängen und Projektionen. Sie sind Teil einer lebendigen Aufführungspraxis, in der Künstler_innen und Betrachter_innen den Raum immer wieder neu erfahren und konstruieren. Die Installation als Mittelpunkt und Quelle dieser Transformationsprozesse ist Herausforderung und Angebot zugleich: In ihrer Konfiguration weist sie eine Vielzahl von künstlerischen Techniken und Strategien auf, in ihrer Form ist sie ein komplexes sensorielles Angebot an die Betrachter_innen.
In diesem Seminar experimentieren wir mit Materialien, Projektionen, Klängen und Objekten, ebenso wie mit Größenverhältnissen, Laut- und Lichtstärken. Der Begriff Installation wird vor dem Hintergrund einer multidisziplinären künstlerischen Praxis diskutiert, in der sowohl die unterschiedlichen Techniken besprochen werden als auch charakteristische Wahrnehmungsmerkmale – wie beispielsweise der Begriff der Immersion – benannt und analysiert werden sollen. Den Rahmen hierfür bildet der Transmediale Raum, der den Studierenden im Seminar für ihre Experimente zur Verfügung steht. Parallel zur Praxis diskutieren wir die Arbeiten der Studierenden und zeitgenössischer Künstler_innen.

Themen: Der Relationale Raum / Die Installation als Versuchsaufbau / Partizipation und die Rolle der Betrachter_innen/Teilnehmer_innen / Projektionen auf unterschiedliche Materialien (Mapping) / Immersion, Environments, Cave-Systeme

Exkursion: Totes Haus u r / Mönchengladbach – Gregor Schneider

Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen

Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierende Studien Donnerstag wöchentlich
14:00 – 16:00 Uhr
Erster Termin 10.04.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Anknüpfend an unsere Untersuchungen im vorangegangenen Semester zum Begriff des Experiments oder des Experimentellen in Kunst und Wissenschaft, werden wir uns der Entwicklung und Durchführung eigener Experimente widmen. Dabei können sowohl eigene Projektideen als auch Erfahrungen aus den Workshops als Ausgangspunkte dienen.
„Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen“ lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf den Prozess, d.h. die Entwicklung eines Projektes aus einer Idee. Die gängigen Praktiken in Kunst und Wissenschaft mögen sich unterscheiden – für beide gemeinsam steht am Anfang eine Frage an die Welt.
Die heute in vielen Bereichen grenzüberschreitenden Praktiken spielen dabei nicht nur in Kunst und Wissenschaft eine bedeutende Rolle. Dem Soziologen Bruno Latour zufolge bewegen wir uns in einer Experimentalgesellschaft, in der die Grenzen zwischen Labor und Feldforschung zusehends verschwinden.
Ergänzend zu den praktischen Versuchen und den Kolloquien werden wir uns anhand historischer Beispiele aus Wissenschaft und Kunst aktuellen Experimenten nähern, in denen sich die Welt als Labor wiederfindet, zwischen sozialwissenschaftlichem Experiment und Performance, Tierversuch und Interspecies Collaboration, Genetic Engineering und Biohacking.

Gäste:
Verena Friedrich, Künstlerin, Köln
Sunjha Kim, Künstlerin, Köln
Evelina Rajca, Künstlerin, Den Haag/Köln
Ludwig Zeller, Institut für Visuelle Kommunikation, Basel