Kategorie-Archiv: Gäste

Anästhetiker: Vortrag – Evelina Rajca

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Evelina Rajca studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, an dem Media-Department der Central Academy of Fine Arts in Beijing, sowie an dem Königlichen Konservatorium in Den Haag. 2011 absolvierte sie ihr Diplom mit dem Schwerpunkt „Prozesse der Vorstellung und Sinnverschiebung“. In ihrer Arbeit untersucht Rajca unter anderem die Frage inwiefern der Grad der Konzentration, die Transformation von Materie, sowie der  Einsatz an-ästhetischer Mittel die vermeintliche Präsenz bzw. Absenz von Handlungsräumen beeinflusst. Basierend auf Resonanzen und Veränderungen i.e. im Aggregatzustand wird ihre Bedeutung ebenso wie die Frage nach ihrem Sinn und ihrer „Aufhebung“ untersucht. Artefakte dieser Prozesse werden im Zuge der Auseinandersetzung beispielsweise in Ausstellungen und Interventionen im öffentlichen Raum präsentiert.  Zuletzt wurde ihre Arbeit u.a.  mit dem internationalen Produktionspreis für Sound Art des ZKM Karlsruhe, Projektförderungen der Kunststiftung NRW, der Künstlerföderung STROOM, sowie der  Ernst Schering Stiftung ausgezeichnet.

ST/L ABILE SYSTEME – Vortrag und Gespräch mit Verena Friedrich

ST/L
ABILE SYSTEME

Vortrag und Gespräch mit Verena Friedrich, Künstlerin, Köln
Donnerstag, 17. April 2014, 14:00 h

VerenaFriedrich_Collage
im Kontext des Seminars
VORRICHTUNGEN ZUR ERZEUGUNG VON FRAGEN
Hörner/Antlfinger und Thomas Hawranke

Atelier Transmedialer Raum
Große Witschgasse 9-11

Verena Friedrich arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst – neben Installationen, in denen organische und biologische Medien zum Einsatz kommen, steht die direkte Auseinandersetzung mit der Arbeit im biowissenschaftlichen Labor. Dabei geht es oft um das Thema der Kontrolle – denn die techno-organischen Gefüge müssen erst hinreichend stabilisiert werden, um mit und an ihnen arbeiten zu können.
Verena Friedrich studierte Kunst und Medien an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Akademie der Bildenden Künste Wien und der Kunsthochschule für Medien Köln. In den letzten Jahren unternahm sie mehrere Forschungsaufenthalte bei „SymbioticA – Centre of Excellence in Biological Arts“ in Australien sowie am „Laboratory of Stem Cell Bioengineering“ an der EPF Lausanne. Ihre Arbeiten wurden ausgezeichnet mit dem Internationalen Medienpreis für Wissenschaft und Kunst des ZKM Karlsruhe, dem Förderpreis der Kunstministerin des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, einer „special mention“ bei den VIDA Art and Artificial Life International Awards und einem Stipendium der Kunststiftung NRW.

Unterwegs in Laboren

Wissenschaftsforschung in biologischen und anderen Laboren
Vortrag und Gespräch mit  Gabriele Gramelsberger, Wissenschaftsphilosophin, KHM

Donnerstag, 31. Oktober 2013, 14:00 h

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Proteinanalyse der Zellen eines seit 40 Jahren toten Hamsters, die seither im Reagenzglas ihr Dasein fristen.

Wissenschaftsforschung über das Forschen in Laboren fördert eine Menge interessanter wie eigenartiger Objekte und Prozeduren zu Tage.
Was Forscher in ihren Laboren genau treiben, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Stellen sie völlig neue Objekte her, kreieren sie eine Parallelwelt, bereichern sie unsere Lebenswelt mit ‚surrationalen‘ Entitäten?
Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, worin eigentlich der Unterschied zwischen den Experimenten der Kunst und Wissenschaft besteht. Anhand der Auferstehungsgeschichte eines seit 40 Jahren toten Hamsters im Reagenzglas werden die Objekte und Prozeduren der Wissenschaft näher beleuchtet.

Raumkritik/Schau2

Fachseminar, SS 2012
Donnerstag, 14:00 – 16:00 Uhr;
erster Termin 05.04.2012

We do not live in a world of things;
we live in a world of relations.
Gregory Bateson

Der Kontext, also der Raum, in dem Kunst gezeigt und gegengezeichnet wird, ist Gegenstand kritischer Befragungen durch Künstler/innen wie Andrea Fraser, Rirkrit Tiravanija oder Martha Rosler.
Fragen wie: Was sind die Bedingungen unter denen Kunst entsteht? In welchen Räumen funktioniert sie? Und in welcher Beziehung steht der Raum zu seinem materiellen Inhalt? werden in diesem Seminar durch aktuelle Orte, Situationen und Handlungsräume angewandt, um von da aus experimentelle, ungewöhnliche, widerständige oder auch utopische Ideen für Räume zu entwickeln.
Das Format Schau2 stellt jeweils einem Studierenden-Duo den Rahmen für ein künstlerisches Experiment. Den Auftakt der Reihe bildet ein Workshop mit dem Regie- und Autorenduo Hofmann&Lindholm, deren Stadtrauminterventionen, Hörstücke und Installationen an der Grenze zwischen bildender Kunst und Theater angesiedelt sind. Dabei dient das Atelier Transmedialer Raum mit seiner großen Schaufensterfront
als Projektionsfläche und erweiterter Bühnenraum zugleich, in dem bewegte Bilder, Installationen und performative Ereignisse in rascher Folge erprobt werden können.
Die Präsentationen im Rahmen von Schau2 verstehen sich auch als Vorbereitung zu einem Kooperationsprojekt mit dem Goethe-Institut Montréal, das im Herbst 2012 seine Wiedereröffnung im Zentrum der Stadt feiert und dies mit einer Auswahl von Arbeiten aus dem Transmedialen Raum begehen möchte.
Im Rahmen der zweiten Staffel des Ausstellungsprojektes im Stadtteil Köln-Bocklemünd werden wir uns weiterhin mit Fragen von Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzen, in dem künstlerische Ideen unmittelbar mit gesellschaftlichen Realitäten reagieren.

Workshop:
Hannah Hofmann & Sven Lindholm, Regie- und Autorenduo, Köln
04. und 05. Mai 2012

Kooperationen: Goethe-Institut Montréal

Literatur: Semesterapparat „Raumkritik“