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Sunjha Kim – Vortrag

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Sunjha Kim beobachtet und interpretiert eine „fremde“ Sprache (Laut und Schrift) und die damit verwandten Denkweisen der Menschen. Bisher hat sie die deutsche Sprache als Fremdsprache wahrgenommen, und ihre Empfindung dieser Sprache in zwei experimentellen Filmen „Schwarze Milch“ und „[?]“ thematisiert. Nun erweitert sie ihren Blickwinkel auf eine westafrikanische Trommelsprache in Burkina Faso, untersucht die Trommelsprache der Mossi und die damit verbundene Ahnengeschichte im rituellen Kontext.
Sunjha Kim (1983, Seoul, Südkorea) studierte von 2002 – 2006 Visual Design und Philosophie an der Seoul National University und von 2007 – 2011 Audiovisuelle Medien an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihre Videos und Kunstwerke sind in zahlreichen Ausstellungen und internationalen Filmfestivals gezeigt, inklusive ISEA(International Symposium on Electronic Art) Dortmund, International Film Festival Rotterdam und Images Festival Toronto.

 

 

Ludwig Zeller – Vortrag

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Mithilfe einer Vielzahl von gestalterischen und wissenschaftlichen Mitteln untersucht Ludwig Zeller den Bereich der technifizierten Kultur und verwischt in seiner autorschaftlichen Praxis die vermeintlich klaren, disziplinären Grenzen zwischen Kunst und Design.?

In seiner Lehrtätigkeit als Dozent der Hochschule für Gestaltung und Kunst erforscht er in der Vertiefungsrichtung „Interaktion“ mit seinen Studierenden die poetischen Dimensionen unserer Datenkultur durch audiovisuelle Übersetzungen zwischen analogen und digitalen Domänen. Darüberhinaus untersucht Zeller im Rahmen einer Promotion an der Kunsthochschule für Medien Köln und als Designforscher der HGK Basel die narrativen Qualitäten fiktiver Designartefakte. Angelehnt an den angelsächsischen Begriff der Design Fiction geht es hierbei um Strategien zur Erkenntnis und Reflektion über gegebene Ist-Zustände und die Diskussion der gesellschaftlichen Manifestierung durch Technologie.

In seinem Vortrag wird Ludwig Zeller neben einigen Beispielen von studentischen Arbeiten auch einige Aspekte seines Promotionsprojektes an der Kunsthochschule für Medien Köln vorstellen.

Zellers Arbeit wurde international ausgestellt bei V2_ Rotterdam, FILE Sao Paulo and Rio De Janeiro, MU Eindhoven, Arnolfini Bristol, Barbican London, technarte Bilbao, SIGCHI Boston und vorgestellt in PAGE, De:Bug, Fast.Co Design, wemakemoneynotart und CAN.

Anästhetiker: Vortrag – Evelina Rajca

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Evelina Rajca studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, an dem Media-Department der Central Academy of Fine Arts in Beijing, sowie an dem Königlichen Konservatorium in Den Haag. 2011 absolvierte sie ihr Diplom mit dem Schwerpunkt „Prozesse der Vorstellung und Sinnverschiebung“. In ihrer Arbeit untersucht Rajca unter anderem die Frage inwiefern der Grad der Konzentration, die Transformation von Materie, sowie der  Einsatz an-ästhetischer Mittel die vermeintliche Präsenz bzw. Absenz von Handlungsräumen beeinflusst. Basierend auf Resonanzen und Veränderungen i.e. im Aggregatzustand wird ihre Bedeutung ebenso wie die Frage nach ihrem Sinn und ihrer „Aufhebung“ untersucht. Artefakte dieser Prozesse werden im Zuge der Auseinandersetzung beispielsweise in Ausstellungen und Interventionen im öffentlichen Raum präsentiert.  Zuletzt wurde ihre Arbeit u.a.  mit dem internationalen Produktionspreis für Sound Art des ZKM Karlsruhe, Projektförderungen der Kunststiftung NRW, der Künstlerföderung STROOM, sowie der  Ernst Schering Stiftung ausgezeichnet.

Installation – To enter the work

Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris 1938

Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris Marcel Duchamp, Ciel de roussettes, Exposition internationale du surréalisme, Paris 1938

Grundlagenseminar Raum/Licht/Inszenierung Mittwoch wo?chentlich 10:00 – 13:00
Erster Termin 09.04.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Ku?nstlerische Installationen handeln von den Beziehungen zwischen Objekten, Kla?ngen und Projektionen. Sie sind Teil einer lebendigen Auffu?hrungspraxis, in der Ku?nstler_innen und Betrachter_innen den Raum immer wieder neu erfahren und konstruieren. Die Installation als Mittelpunkt und Quelle dieser Transformationsprozesse ist Herausforderung und Angebot zugleich: In ihrer Konfiguration weist sie eine Vielzahl von ku?nstlerischen Techniken und Strategien auf, in ihrer Form ist sie ein komplexes sensorielles Angebot an die Betrachter_innen.
In diesem Seminar experimentieren wir mit Materialien, Projektionen, Kla?ngen und Objekten, ebenso wie mit Gro?ßenverha?ltnissen, Laut- und Lichtsta?rken. Der Begriff Installation wird vor dem Hintergrund einer multidisziplina?ren ku?nstlerischen Praxis diskutiert, in der sowohl die unterschiedlichen Techniken besprochen werden als auch charakteristische Wahrnehmungsmerkmale – wie beispielsweise der Begriff der Immersion – benannt und analysiert werden sollen. Den Rahmen hierfu?r bildet der Transmediale Raum, der den Studierenden im Seminar fu?r ihre Experimente zur Verfu?gung steht. Parallel zur Praxis diskutieren wir die Arbeiten der Studierenden und zeitgeno?ssischer Ku?nstler_innen.

Themen: Der Relationale Raum / Die Installation als Versuchsaufbau / Partizipation und die Rolle der Betrachter_innen/Teilnehmer_innen / Projektionen auf unterschiedliche Materialien (Mapping) / Immersion, Environments, Cave-Systeme

Exkursion: Totes Haus u r / Mo?nchengladbach – Gregor Schneider

Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen

Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierende Studien Donnerstag wo?chentlich
14:00 – 16:00 Uhr
Erster Termin 10.04.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

Anknu?pfend an unsere Untersuchungen im vorangegangenen Semester zum Begriff des Experiments oder des Experimentellen in Kunst und Wissenschaft, werden wir uns der Entwicklung und Durchfu?hrung eigener Experimente widmen. Dabei ko?nnen sowohl eigene Projektideen als auch Erfahrungen aus den Workshops als Ausgangspunkte dienen.
„Vorrichtungen zur Materialisierung von Fragen“ lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf den Prozess, d.h. die Entwicklung eines Projektes aus einer Idee. Die ga?ngigen Praktiken in Kunst und Wissenschaft mo?gen sich unterscheiden – fu?r beide gemeinsam steht am Anfang eine Frage an die Welt.
Die heute in vielen Bereichen grenzu?berschreitenden Praktiken spielen dabei nicht nur in Kunst und Wissenschaft eine bedeutende Rolle. Dem Soziologen Bruno Latour zufolge bewegen wir uns in einer Experimentalgesellschaft, in der die Grenzen zwischen Labor und Feldforschung zusehends verschwinden.
Erga?nzend zu den praktischen Versuchen und den Kolloquien werden wir uns anhand historischer Beispiele aus Wissenschaft und Kunst aktuellen Experimenten na?hern, in denen sich die Welt als Labor wiederfindet, zwischen sozialwissenschaftlichem Experiment und Performance, Tierversuch und Interspecies Collaboration, Genetic Engineering und Biohacking.

Ga?ste:
Verena Friedrich, Ku?nstlerin, Ko?ln
Sunjha Kim, Ku?nstlerin, Ko?ln
Evelina Rajca, Ku?nstlerin, Den Haag/Ko?ln
Ludwig Zeller, Institut fu?r Visuelle Kommunikation, Basel