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Vortrag und Gespräch mit Friederike Schmitz

Vortrag und Gespräch mit Friederike Schmitz, Philosophin, Berlin
Donnerstag, 4. Dezember 2014, 14:00 h
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„In der gegenwärtigen Tierindustrie werden Rinder, Schweine, Hühner und viele andere Tiere primär als Waren und Produktionsmittel angesehen und entsprechend behandelt. Gleichzeitig wird allgemein davon ausgegangen, dass diese Tiere fühlende Individuen sind, deren Bedürfnisse nicht einfach ignoriert werden dürfen. Wie passt das zusammen? Inwieweit müssen wir die Bedürfnisse von Tieren ernstnehmen – und was folgt für die sog. „Nutztier“-Haltung, wenn wir es tun?
Dieser Vortrag will zeigen, wie sich die (im positiven Sinn) radikale Position der Tierbefreiungsbewegung mithilfe weniger Schritte und einiger Tatsacheninformationen
aus weit verbreiteten Alltagsüberzeugungen ableiten lässt.“

Friederike Schmitz hat Philosophie und Neuere deutsche Literatur studiert und 2013 mit einer Arbeit zur philosophischen Methode von Wittgenstein und Hume in Heidelberg promoviert. Sie ist Herausgeberin des Sammelbandes „Tierethik. Grundlagentexte“, der Anfang 2014 im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. Im Moment denkt sie in Berlin über Ethik und Politik der Mensch-Tier-Beziehung nach und ist in verschiedenen Gruppen der Tierbefreiungsbewegung aktiv.

Vortrag: “Lebende Bilder“ und “täglich wilde Szenen“

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“Lebende Bilder“ und “täglich wilde Szenen“ -  Zum Tierbild in der Gestaltung von Zoogehegen
Vortrag und Gespräch mit Anne Hölck, Szenografin und Kuratorin, Berlin

Donnerstag, 13. November 2014, 14:00 h
im Kontext des Seminars “Tiere Menschen Maschinen”
Hörner/Antlfinger und Thomas Hawranke

Why look at animals? John Berger stellt in seinem Essay von 1980 in Bezug auf den Zoo mittels der Bildkritik fest: Tiere sind aus den konkreten Räumen der Menschen verschwunden, sie dienen vielmehr den imaginären Beziehungen. Angesichts zeitgenössischer Zooarchitektur und der Tierbilder, die sie (re)produziert, stellt Anne Hölck diese Frage aus dem Kontext der Human-Animal Studies erneut und untersucht die veränderten Perspektiven auf gesellschaftliche
Mensch-Tier-Verhältnisse.

Anne Hölck ist freie Szenografin. Sie arbeitet an Theatern in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. Neben der Theaterarbeit realisiert sie Ausstellungsprojekte, leitet Projektseminare und hält Vorträge im Forschungsfeld der Human-Animal Studies mit dem Schwerpunkt auf raumwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen.

Zyklotron – Tiere, Menschen, Maschinen

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Nobuhira Narumi, Dog Cam Project, since 1990

Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierende Studien

Donnerstag wöchentlich 14:00 – 16:00
Erster Termin 16.10.2014
Witschgasse 9 – 11, Atelier Transmedialer Raum, 1.0

„Um sich selbst zu verstehen, grenzen Menschen sich gerne von Nichtmenschen ab. Die »Anderen«: Das waren und sind »die Tiere«; es sind aber – zunehmend – auch »die Maschinen«.“
(Thomas Macho)

Zweifel daran, ob sich Tiere, Menschen und Maschinen langfristig noch unterscheiden lassen, äußerte Donna Haraway bereits in den 1990er-Jahren. Sie prognostizierte, dass das Verschwinden der Grenzen zwischen den oben genannten Akteuren eines der bedeutendsten Themen des 21. Jahrhunderts sein würde. Erkenntnisse aus Verhaltensbiologie, Kognitionsforschung und den noch jungen Human-Animal Studies haben einen exklusiven Humanismus enttarnt, dessen Verwandtschaft mit Kolonialismus und Rassismus nicht mehr zu verbergen war.

Tiere werden heute als eigenständige Akteure mit Wirkmacht verstanden, die unsere Geschichte ebenso beeinflussen, wie wir die ihre. Was aber passiert, wenn aus den tradiert Anderen Nachbarn, Freunde oder Mitbürger_innen werden? Und wie ist dieses speziesübergreifende Zusammenleben im Bezug auf die uns umgebenden Maschinen zu lesen? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen, die Mensch-Tier-Maschine-Beziehungen neu befragen. Die Studierenden sind eingeladen, eigene Projekte vorzustellen und zu entwickeln.